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BIOLOGISCHE VIELFALT
Oft entsteht der Eindruck, Vielfalt sei nur in entfernten Winkeln der Welt zu finden. Richten wir den Blick aber genauer auf unser unmittelbares Umfeld, können wir feststellen, dass die Vielfalt auch direkt vor unserer Haustür enorm groß ist.
Die Definition von Biologischer Vielfalt oder Biodiversität beinhaltet drei Ebenen:
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Artenvielfalt (die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten) |
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Lebensraumvielfalt (die Vielfalt an Lebensgemeinschaften von Arten und ihre Wechselbeziehungen) |
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Genetische Vielfalt (die Vielfalt innerhalb der Arten, ihre genetische Bandbreite) |
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Biodiversität – die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde – ist die Basis unserer Existenz. Jede Art hat ihre Rolle im Zusammenspiel der Ökosysteme. Pflanzen und Pilze erzeugen aus unbelebter Materie Biomasse, von der sich wiederum andere Lebewesen ernähren. Zusätzlich braucht es auch Lebewesen, die abgestorbene und tote Biomasse zersetzen und dadurch wieder neues Leben ermöglichen. Nicht jede Tier- oder Pflanzenart hat einen offensichtlichen Nutzen für uns Menschen, aber wir profitieren von einem intakten und artenreichen Lebensraum.
Fest steht: stirbt eine Art aus, ist unsere Welt unumkehrbar um einen Naturschatz ärmer.
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Auch die Agrobiodiversität – die durch eine lange Tradition der Nutzung und Bewirtschaftung entstandenen Kulturlandschaften und die durch Züchtung entstandenen Kultursorten und -rassen – ist ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt. Weltweit gibt es allein mehr als 20.000 Apfelsorten. Die oft selten gewordenen, traditionell und extensiv genutzten Kulturlandschaften, wie etwa Magerwiesen, Hutweiden oder Bergmähder, können nur durch die fortdauernde Bewirtschaftung des Menschen zum Teil auch mit alten Nutztierrassen erhalten werden. |
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